St. Vincenz Gesundheits-Verbund eröffnet modernisierte Räume für die gynäko-onkologische Ambulanz
Kürzere Wege für die Mitarbeitenden, mehr Raum und vor allem eine warme, entlastende Atmosphäre für die Patientinnen und Patienten – das ist der Kern der Baumaßnahme, deren Abschluss jetzt am Limburger Krankenhaus gefeiert wurde: die Eröffnung der neu gestalteten gynäko-onkologischen Ambulanz. Mit Blick fürs Detail und einem innovativen Raumkonzept wurde der Bereich in den vergangenen Monaten für rund 1,2 Mio. Euro grundlegend umgebaut. Die neuen Räume unterstützen nicht nur medizinisch und pflegerisch eine bestmögliche Versorgung, sondern schaffen auch eine Umgebung, die Ruhe, Zuversicht und Hoffnung vermittelt. Helle Farben und viel Tageslicht prägen das neue Ambiente.
Ein Raum, der aus Erfahrung gewachsen ist
Wie wichtig ein solcher Ort ist, machte Christina Stächer deutlich. Die 38‑jährige Kriminalhauptkommissarin und Mutter zweier kleiner Kinder befindet sich derzeit selbst in Behandlung in der gynäko‑onkologischen Ambulanz. Sichtbar bewegt schilderte sie, wie sehr die Diagnose Brustkrebs ihr Leben verändert habe und wie entscheidend in solchen Momenten ein Umfeld sei, das Halt gebe.
Die neuen Hoffnungsräume seien deshalb weit mehr als ein architektonisches Projekt: Sie seien ein Ort, der Kraft schenken könne.
„Wir eröffnen heute nicht einfach nur neue Räume“
Stephan Felix, Verwaltungsratsvorsitzender des St. Vincenz Gesundheits‑Verbundes, betonte, dass die Eröffnung weit über eine bauliche Modernisierung hinausgehe:
Wir eröffnen heute nicht einfach neue Räume. Wir öffnen einen Ort, der zeigt, wofür der St. Vincenz Gesundheits‑Verbund steht: für Menschlichkeit und für eine Versorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, die uns anvertraut sind.
Er erinnerte daran, wie beengt und funktional der alte Bereich gewesen sei, und wie wichtig es gerade in der gynäko‑onkologischen Versorgung sei, neben der medizinischen und pflegerischen Expertise auch ein Umfeld zu schaffen, das Hoffnung vermittelt, wenn der Mut knapp wird. Die neuen Hoffnungsräume seien ein sichtbares Zeichen dafür, dass Qualität in der Onkologie immer auch eine Frage der Haltung sei. Dass ein solches Angebot in einer ländlichen Region wie Limburg nicht selbstverständlich ist, unterstrich er ausdrücklich:
Wir sind dankbar, dass wir Patientinnen hier vor Ort eine Versorgung bieten können, die sonst oft nur in großen Zentren zu finden ist.
Ein Miteinander, das trägt.. Engagement des Palliativ-Netzwerkes Limburg-Weilburg und der Dehrner Krebsnothilfe
Die Stiftung St. Vincenz-Hospital Limburg ist dem Palliativ-Netzwerk Limburg-Weilburge.V. und der Dehrner Krebsnothilfe e.V. für ihre zweckgebundenen Spenden zugunsten der Hoffnungsräume von insgesamt 10.000 € sehr dankbar.
Wir freuen uns, mit diesen Spenden die gelungene Gestaltung dieses für die Tumorbehandlung wichtigen Ortes unterstützen können.
Martin Richard anläßlich der Eröffnung der modernisierten gynäko-onkologischen Ambulanz am 18. März 2026.
Ein Projekt, das nur gemeinsam möglich wurde
Die Kosten des Umbaus belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro, die der St. Vincenz Gesundheits-Verbund als freigemeinnützige Einrichtung vollständig selbst tragen musste. Steigende Baukosten hatten jedoch eine Finanzierungslücke entstehen lassen. Felix und die stellvertretende Geschäftsführerin Anett Suckau dankten daher vor allem den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Region – Unternehmen, Stiftungen, Initiativen und Privatpersonen –, die dazu beigetragen haben, dieses Projekt zu ermöglichen.
Es berührt mich, wie sehr die Menschen in dieser Region ‚ihr‘ Krankenhaus unterstützen,
so Felix.
Ohne diese Hilfe wären die Hoffnungsräume in dieser Form nicht denkbar gewesen.
Viele Spenden seien aus persönlichen Erfahrungen heraus entstanden, berichtete Suckau:
Es hat uns tief berührt zu sehen, wie Menschen, die selbst oder in ihrer Familie schwere Zeiten durchlebt haben, aus Dankbarkeit gegenüber denen, die ihnen in diesen Momenten zur Seite standen, etwas zurückgeben wollten.

